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Konzertreise nach Bukarest - von Hannelore Farsch

veröffentlicht um 16.12.2014, 13:00 von Christian Chelu   [ aktualisiert: 16.12.2014, 13:02 ]
Am 13.Dezember fuhr der Honigberger Kirchenchor mit einem Kleinbus in
Richtung Süden in die Hauptstadt, um dort in der evangelischen Kirche ein
Weihnachtskonzert zu bieten. Vierzehn Sängerinnen und Sänger und ihre
Dirigentin Diana Baldea wurden freundlichst von dem Ortspfarrer Dr. Daniel
Zikeli und seiner Ehefrau sowie dem Organisten Vlad Nastase empfangen. Die
Bukarester Gemeinde lud den Chor zu einem köstlichen Mittagessen ein, dabei
wurde der Zeitplan festgelegt: zuerst eine Probe der Stücke, die mit
Orgelbegleitung gesungen werden sollten und dann erst die Stadt erkunden.
Zwei Stunden hatten wir zur Verfügung, um Bukarest kennenzulernen. Von der
evangelischen Kirche gingen wir auf der Calea Victoriei in Richtung Altstadt los.
Im 15.Jahrhundert baute der Fürst Vlad Tepes den alten Fürstenhof am Ufer der
Dambovita, dessen ausgegrabene Überreste man besichtigen kann. Erst ab
1626 war Bukarest endgültig Hauptstadt der Walachei. Das brachte eine rasche
Entwicklung mit sich. Eine Blütezeit gab es unter Fürst Constantin Brancoveanu
(1688-1714), der unter anderem die Hauptverkehrsader der Stadt „Podul
Mogosoaiei“ heute Calea Victoriei mit Bohlen pflastern ließ. Wie das Pflaster
aussah, kann man im Eingang des Gasthofes „ Hanul lui Manuc“ (19.Jh.) sehen.
Aus dieser Zeit stammen die meisten Gebäude in der Altstadt. In den letzten
zehn Jahren hat sich dieser Stadtteil sehr im positiven Sinn verändert. Hier kann
man sich vorstellen, wie Bukarest vor hundert Jahren ausgesehen hat.
10 000 Schritte zählte der Schrittmacher, den Christian trug. Alle Straßen des
Stadtkerns betraten wir, um dann den Rückweg über den Universitätsplatz
anzugehen. Gespeichert wurden die Bilder von: Königsschloss, Kirche
Cretulescu, Athenäum, Gebäude des ehemaligen Zentralkomitees,
Nationalbibliothek, das Haus der Armee, CEC Palais, Post Palais/ heute Sitz
des Geschichtsmuseums, Nationalbank, Palast der Justiz, Hanul cu Tei,
Museum der Stadt Bukarest, Nationaltheater, Krankenhaus Coltea, Universität,
Hochschule für Architektur und vielem mehr.
Wenn Sie honigberger.com aufrufen, können Sie Bilder von dieser Reise
sehen.
Nach einem warmen Tee oder Kaffee sangen wir uns ein und dann begann das
Konzert. Die Kirche war voll, ca 130 Leute sollen es gewesen sein. Außer dem
Honigberger Chor trat auch das barocke Ensemble „Soli“ auf. Es war eine
gelungene Darbietung, die allen Zuhörern eine festliche Stimmung vermittelte.
Glücklich saßen alle anschließend mit den Gastgebern bei einem Glas Wein,
um den Tag ausklingen zu lassen.Die Honigberger fuhren zufrieden nach
Hause, dankbar und bereichert in der Hoffnung, auch ein ander Mal mit ihrer
Musik Freude zu schenken.

Hannelore Farsch