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Richt und Sittag

veröffentlicht um 08.03.2013, 00:29 von Christian Chelu   [ aktualisiert: 08.03.2013, 00:35 ]
Wieder ist ein Jahr vergangen ... so lauteten die einleitenden Worte beim Richttag in Honigberg, der am 10. Februar im Anschluss an den Gottesdienst im „Kasino“ stattfand. Es hatten sich zu diesem Rechenschaftstag der Nachbarschaft
mehr als 20 Nachbarn eingefunden. Gleich nach der Begrüßung und weiteren einleitenden Worten übergab Hans Graef, der seine 75 Jahre bereits überschritten hatte, sein Amt an den Nachfolger Martin Graef jun. weiter. Im Laufe des Richtages wurde „der Neue“ mit seinem Amt vertraut gemacht.

Frau Kurator Erika Popescu begrüßte ihrerseits im Namen des Presbyteriums der Kirchengemeinde die anwesenden Nachbarn und berichtete über Belange der Kirchegemeinde, wie abgeschlossene Reparaturen an der Kirchenburg und weitere Vorhaben. Auch Pfr. Kurt Boltres ergriff das Wort, um in zuversichtlichen Aussagen die Anwesenden durch Kirchenarbeit und Verständnis für die Gemeinschaft zu motivieren. Er dankte in seinen Worten dem Presbyterium für den kräftigen Einsatz im Pfarrhof, am Friedhof und an der Kirchenburg. Sein Dank richtete sich auch an die anwesenden Nachbarn, ohne deren Hilfe kein Einsatz und Konkretisierung gelungen wäre.

Jedoch das Problem, welches im Anschluss allen Anwesenden ausgebreitet wurden, welches allerdings auch in Rosenau mit der Gemeindevertretung debatiret wurde, bleibt weiterhin bestehen. Eine endgültige Lösung steht noch an. Vorläufig gibt es nur Provisorate und zwar: die Angelegenheit und auch die Pflicht der Nachbarn bei Beerdigungen bleibt hiermit offen. Zwar ist der Dienst und die Anteilnahme der Nachbarn in Worten derselbe geblieben, auch im Abverlangen des Verstorbenen, dem Überführen und dem Abdanken am Friedhof. Doch die physische Arbeit in dieser Aufgabe der Beerdigungshilfe, wie wir sie von früher kennen, hat keine Lösung gefunden. In beiden Gemeinden besteht dringender Bedarf an Leuten, die das Überführen, das
Grabgraben und versenken des Sarges übernehmen sollen. Das sollen „Heimische“ sein, die irgendwie mit der Tradition der
Gemeinschaft „bewandert“ sind. Bestehende Beerdigungsunternehmen kennen diesen Service noch nicht. Also, facit, darüber soll man sich Gedanken machen. Die Friedhofsarbeit mit Wege und Stege herrichten, lässt sich noch mit Gemeindeeinsatz lösen. Auch weitere kleine Instandhaltungsarbeiten (Wasserleitungen, Grünanlagen, Müllplatz) lassen sich durch  Dienstleistung regeln. Die Kosten einer Beerdigung wurde auch ins Auge gefasst. Und über finanzielle Beerdigungshilfe von Seiten der Kirchengemeinde wurde auch gesprochen. So liegt man jetzt in den Kirchengemeinden in einer Übergangsphase und muss sich mit Notbetimmungen oder Notlösungen aushelfen, bis sich ein akzeptabler Beerdigungsservice eingependelt hat. Das wird dann das Neue sein, das die Kirchengemeiende billigt und beschließt. Bis dahin wird jedoch noch viel Wasser unsere Bächlein füllen und abfließen.

Pfr. Kurt Boltres




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