Aktuelles‎ > ‎

Weihnachten - von Hannelore Farsch

veröffentlicht um 12.12.2014, 06:11 von Christian Chelu   [ aktualisiert: 12.12.2014, 06:28 ]
Weihnachten

Den genauen Geburtstag von Jesus Christus kennt man nicht. Erst im 2. Jahrhundert fing man an, nach dem Zeitpunkt von Christi Geburt zu fragen. Man einigte sich, dieses Fest auf den 6. Januar zu legen. (Epiphaniastag , Tag der Erscheinung des Herrn) Nach 200 Jahren verlegte die römische Kirche das Geburtsfest auf den 25.Dezember. Dieses Datum fiel mit den Bräuchen zur Wintersonnenwende und der Rückkehr der Sonne zusammen. So wurde das alte Sonnwennfest christlich umgewandelt.

Wie kam es zum Christbaum ?

Die beiden wesentlichen Merkmale unseres Christbaumes sind das Licht und das Immergrün. Die Lichter wurden aufgestellt, um Geister abzuwehren. Den grünen Zweigen schrieb man besondere Kräfte zu. Irgendwann reichten den Menschen die Zweige nicht mehr und sie brachten das ganze Bäumchen ins Haus. Dieses wurde anfangs an der Decke aufgehängt. Dann fing man an, das Bäumchen zu schmücken (1600). Um das Jahr 1700 kamen die Kerzen darauf. Als dann ein Stern oder ein Engel auf seine Spitze gesteckt wurde, war der Baum zu einem christlichen Sinnbild geworden. Heute gibt es Weihnachtsbäume in fast allen Häusern, echt oder aus Plastik. Sie werden bunt geschmückt und an Stelle der richtigen Kerzen sind Lichterketten getreten.

Wie feierte man das Christfest früher in Honigberg?
Alle Dorfältesten haben den Christbaum in Erinnerung. Es war eine Tanne oder Fichte, die mit Äpfeln, Nüssen und selbstgebackenen Keksen geschmückt wurde. Die darunterliegenden Geschenke waren Kleidungsstücke und selbst angefertigte Spielsachen. Die Mädchen bekamen eine Puppe und die Jungen ein Pferdchen oder ein Fahrzeug aus Holz. Für die Puppe konnte man einen metallenen Puppenkopf kaufen. Der wurde bemalt und dazu fertigte man aus Stoffresten einen Rumpf mit Gliedmaßen an. Die Kleidung wurde gestrickt oder geschneidert und jährlich erneuert. 

Der Christbaum wurde heimlich geschmückt. Wenn die Familie an Heiligabend aus der Kirche kam, stand er in voller Pracht da. Die Kerzen wurden angezündet, dann sang die Familie Weihnachtslieder und zwischendurch sagten die Kinder Christgebete. Erst dann folgte die Bescherung.

Wieder steht Weihnachten vor der Tür. Mit jeder zusätzlich angezündeten Kerze am Adventkranz wächst die Freude auf das bevorstehende Fest.

FROHE WEIHNACHTEN !

Hannelore Farsch