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Nachruf auf Peter Dieners

veröffentlicht um 22.04.2014, 10:45 von Christian Chelu   [ aktualisiert 22.04.2014, 10:51 von Christian Chelu ]
In seinem 65.-sten Lebensjahr hat uns Peter Dieners verlassen. Geboren 29.07.1949 als Sohn der Rosa geb. Jekel, wuchs er mit seinen drei Geschwistern in die schwierige Nachkriegszeit hinein, in welcher der Krieg, die Deportation, die Enteignung und die erlebten Erniedrigungen der sächsischen Gemeinschaft noch nicht überwunden waren. Dennoch fand er nach mehreren Arbeitsjahren in verschiedenen Unternehmen zur Kirche, um ihr als Kirchendiener und Burghüter zu dienen. Seine Familie, Ehefrau Mariana und die beiden Töchter Simone und Christine, stand ihm zur Seite und half mit die Kirchenburg zu hüten und zu besorgen. Vor vier Jahren traten Gesundheitsprobleme auf und sein Zustand besserte sich nicht.

Bald war er im Krankenhaus, bald zuhause und wenn es ihm gesundheitlich besser ging, so sah man ihn im Torbogen der Kirchenburg, bereit die vielen Besucher zu empfangen und sie durch die Sehenswürdigkeiten der Kirchenburg zu führen. Diese Führungen machte er mit besonderer Freude und Hingabe.

Um ihn werden wir trauern und er wird uns fehlen, weil er für die Kirchengemeinde von entscheidender Bedeutung gewesen ist. Er war nämlich derjenige, der die Kirchenburg besorgte und jeden Winkel der Burg und der Kirche gut kannte. Nicht nur für den Gottesdienst hat er den Raum vorbereitet, sondern er hat den vielen Besuchern eine gute Führung geboten. Er hat die Besucher der Kirchenburg immer freundlich empfangen und sie in aufschlussreichen Erklärungen informiert. Unser Peti, wie ihn alle nannten, war auch sehr rezeptiv für neue Gedanken, die von Historikern und Wissenschaftlern kamen und hat diese Informationen in seine Texte eingebaut. Sozusagen als Autodidakt hat er sich die Kirchenführung zurecht gelegt und sie ist bei allen Touristen wunderbar angekommen. Viele Reiseleiter, die regelmäßig Gruppen herbeiführten, um diese außergewöhnliche Kirchenburg zu besuchen, werden ihn vermissen, weil sie sich auf ihn verlassen konnten. Denn er war zu jeder Stunde bereit Besucher anzunehmen und sie durch die Burg zu führen, und hat damit geholfen unsere Kirchenburg atraktiv und besucherfreundlich zu machen.

Allein aus diesem Grund sind wir dankbar dafür, dass er erstens seinen Platz gefunden hat und 18 Jahre lang unserer Gemeinde als Kirchendiener gedient hat und dann auch dafür, dass er die Führungen durch die Kirchenburg mit viel Freude und einer ganz persönlicher Note übernommen hat. Dankbar nimmt daher die Gemeinde Abschied vom Peti Dieners und wir bitten Gott, den Herrn, er möge ihm ruhen lassen in seinem Frieden, ihm das Licht der Ewigkeit leuchten lassen und ihm ewiges Leben schenken. Die Trauernden tröste Gott mit seinem Geist.

Pfarrer Kurt Boltres